Führungskräfte

Führungskräfte sind das Öl im Getriebe eines Unternehmens

Was motiviert in der heutigen Zeit die Angestellten und was tun die Führungskräfte dafür? Ist es immer nur das Geld allein? – Ich glaube nicht. Geld ist nur ein kurzfristiger, extrinsischer Motivator. Wenn ich in meinen Seminaren frage, was der Hauptmotivator ist, dann höre ich Sätze wie:

  • “die Arbeit muss Spaß machen”
  • “die Wertschätzung der geleisteten (Mehr)Arbeit”
  • “die Flexibilität und freie Gestaltung der Arbeitszeit”
  • “auch von zu Hause arbeiten zu dürfen”
    “das Gefühl zu haben, dass ich ein wertvoller Teil des Unternehmens bin und nicht nur eine Personalnummer”
  • “ein gutes Arbeitsklima und nette Kollegen”

… das könnte ich nun so immer weiter führen.

Welche Rolle spielen die Führungskräfte dabei?

Was mir besonders auffällt: Die Führungskräfte spielen dabei eine wichtige Rolle. Erst wenn eine Führungskraft die Stärken und Schwächen des eigenen Teams erkennt, kann das Potential jedes einzelnen voll ausgeschöpft werden. Doch das geht erst, wenn man selbst weiß, welche Persönlichkeit man ist und wie man die des Anderen einschätzen kann.
Moderne und gute Führungskräfte können genau das. Sie setzen den richtigen Mitarbeiter oder die richtige Mitarbeiterin an die für ihn oder sie passende Stelle. Die Stelle, die zu einem passt. Sie sind neugierig auf den Mensch “Mitarbeiter/in” und interessieren sich für die Neigungen und Kenntnisse. Gute Führungskräfte fragen die Erwartungen ab und geben ihre Erwartungen auch wertschätzend weiter.

Wie könnte ein Lösungsansatz für Führungskräfte aussehen?

Viele Führungskräfte tun sich genau damit extrem schwer. Sie fragen mich immer wieder: “Wie soll ich das machen?” 

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, zum Beispiel einen Persönlichkeitstest durchführen. Allerdings empfehle ich nicht ein explizites Testverfahren, sondern ein implizites Verfahren, wie z.B. iTYPE

Explizite (Persönlichkeits)testverfahren

Hier kurz der Unterschied: ein explizites Verfahren beruht auf einem Frage-Antwort-System und bildet auch meine Persönlichkeit ab. Allerdings nur das sozial erwünschte ich. Ein Beispiel: Haben Sie schon mal einen Persönlichkeitstest gemacht? Ist es nicht so, dass wenn ich die Antworten auf die gestellten Fragen sehr aufmerksam durchlese weiß, was ich ankreuzen muss? Besteht dann nicht die Gefahr der Manipulation? Kommt denn nicht eher das Ergebnis raus, das ich mir wünsche oder das von mir erwartet wird?

Implizite (Persönlichkeits)testverfahren – z.B. iTYPE

Ein implizites Verfahren läuft nicht auf dieser Basis ab sondern über die Wahrnehmung, z.B. über Bilder. Ich sehe zwei Bilder und muss mich entscheiden, welches ich für gut empfinde. Somit nehme ich etwas wahr und treffe eine Entscheidung. Dies erfolgt spontan und ist in unserem Unterbewussten verankert. Durch das implizite Verfahren wird das “Unsichtbare” sichtbar. Diese Verfahren zeigen mir, wie ich meine Welt wahrnehme: Mit allen Sinnen und schrittweiser Informationsverarbeitung oder ganzheitlich und intuitiv? Nicht wie ich wahrnehmen sollte. Aber auch wie ich Entscheidungen treffe: Rationell mit dem Kopf oder eher emotional aus dem Gefühl heraus?

In meinen Seminaren erlebe ich mit dieser Methode unwahrscheinliche A-ha Erlebnisse. Nicht selten kommen Antworten wie: “Jetzt verstehe ich, warum ich nicht weiter komme” oder “Ach so, jetzt wird mir klar, warum ich mit dem ein oder anderen Kollegen nicht so gut auskomme” oder “Wenn ich das schon früher gewusst hätte….”.

Vorteile dieser Testverfahren

Dieses Verfahren hat so viele Vorteile:

  • kostengünstig
  • es ist einfach und schnell durchzuführen
  • Online
  • viel Aufschluss in kurzer Zeit

Vorausgesetzt ich arbeite mit den Ergebnissen dann weiter, kann so viel individueller auf den/die Mitarbeiter/in eingegangen werden. Es können gemeinsam Lösungsansätze gesucht und schließlich das schlummernde Potential voll ausgeschöpft werden. Die Motivation kann gesteigert werden und letztendlich drastisch die Personalkosten senken, da weniger Fluktuation gegeben ist und die Krankentage der Mitarbeiter/innen sinkt. Ist das nicht das Ziel eines zukunftsorientierten Unternehmens? Streben Sie nicht auch nach zufriedenen und motivierten Mitarbeitern sowie nach Erfolg, der sich in Zahlen messen lässt?

(Dieser Artikel ist zuerst auf www.Alexandra-Stierle.de erschienen.)

Komfortzone

Unsere Komfortzone

Komfortzone – was sie wirklich ist und wie ich sie verlassen habe

Mittlerweile ein ziemlich abgedroschenes Wort: „Komfortzone“, und doch taucht sie regelmäßig auf in unserem Leben. Für den einen ist es die Bequemlichkeit für den anderen die Sicherheit, bzw. der sichere Ort, an dem mir nichts passieren kann, an dem aber auch nichts mehr passiert, wenn wir sie nicht ab und an verlassen.

Das Sofa

Ich persönlich nehme gerne das Bild des Sofas als Metapher: Eine Couch oder ein Sofa ist bequem, weich und je länger man drin sitzt, desto schwerer fällt es einem, aufzustehen, wenn es sein müsste. Hinzu kommt noch, dass wenn es auf dem Sofa mal so richtig bequem ist, dann fällt es noch schwerer aufzustehen oder man gibt den Platz einfach nicht mehr her. Soll doch ein anderer für mich aufstehen und mir zum Beispiel etwas zu trinken bringen – und wenn ich einen „Dummen“ gefunden habe, habe ich wenigstens einen Grund mich bei ihm oder ihr zu beschweren, wenn es das falsche Getränk war, denn der ist ja dann schuld…

Wer ist verantwortlich?

Ist es nicht ganz oft so im Leben? Wir machen die anderen für unsere sogenannte Komfortzone verantwortlich – wegen den anderen ist das Sofa zu bequem, steht nicht am richtigen Ort oder leiert aus, wenn wir zu lange drin sitzen bleiben.

Vergessen wir nicht meist den Ursprung? Warum sitzen wir denn auf dem Sofa? Wer hat denn das Sofa gekauft? Und vor allem wer hat es ausge

Komfortzone
Komfortzone

sucht? Okay, das ist jetzt sehr weit ausgeholt und auch stark interpretierbar.

Nicht das Sofa ist das Problem!

Doch wenn wir ganz ehrlich sind, dann ist doch nicht das Sofa das Problem, sondern der, der darin sitzt und es sich bequem gemacht hat. Das Sofa bleibt immer das Sofa – ob wir darauf bequem sitzen oder nicht.

Auch ich saß lange in diesem Sessel und habe mich „sauwohl“ gefühlt. Meistens bin ich sogar darauf eingeschlafen und jeder kennt das Gefühl… uh, jetzt noch ins Bett… man ist träge, müde und es ist nicht mehr so gemütlich, wenn man aufsteht. Als ich meine Komfortzone verlassen habe, zog es mich immer wieder zu ihr zurück. Und auch mir ist es enorm schwer gefallen immer wieder den Anlauf zu nehmen und meine Komfortzone zu verlassen.

Was meine Komfortzone war…

Meine Komfortzone war mein Umfeld, mein Job, meine Hobbies, meine Angewohnheiten, … War es doch einfach zu sagen: alles bleibt so wie es ist, dann kann mir nichts passieren. Doch in dieser Gewohnheit steckt die Gefahr, dass wir uns gar nicht mehr bewegen und eben bequem werden. Jede Anstrengung wird zur Herausforderung und jede Herausforderung kostet Energie. Energie, die leider mit der Zeit immer weniger wird, weil sie ja auch nicht mehr aufgefüllt wird. Energie ist wie ein Speicher, der so lange etwas abgibt, solange etwas vorhanden ist. Doch wenn der Speicher nicht mehr aufgefüllt wird, geht er leer und gibt eben auch keine Energie mehr.

Wie habe ich das gemacht – diese Komfortzone zu verlassen?

Nun das Wichtigste war die Erkenntnis, dass es eine Komfortzone ist und was sie für mich bedeutet. Warum sie so bequem ist und was mich daran hindert, sie zu verlassen. Das ist nicht so mal eben gemacht, das bedarf der regelmäßigen Reflexion und dem bewusst machen, wer oder was mich daran hindert – oder im übertragenen Sinn, was für ein Gewinn es wäre, wenn ich sie verlassen würde und damit meine Akkus füllt.

Eine erschreckende Erkenntnis war nach einiger Zeit, dass es nicht die anderen waren, sondern ich selbst das Hindernis war.

Noch nicht die Lösung – aber eine Erkenntnis!

Das war aber noch nicht die Lösung, sondern lediglich die Erkenntnis. Das ist so wie wenn wir eine Tüte Chips in der Hand halten und wissen, dass es ungesund ist diese jetzt zu essen – Sie zur Seite zu legen wäre ein Lösungsansatz, doch die Versuchung ist meist viel größer es nicht zu tun. Wer aber schon einmal diesen Versuch gewagt hat und der Versuchung Stand gehalten hat, weiß, dass die Belohnung also der Gewinn viel, viel wertvoller ist als das alte Muster beizubehalten und sich danach schlecht zu fühlen = Verlust, weil der Bauch voll ist und die Erkenntnis da ist, dass es nicht mehr rückgänig zu machen ist. Höchstens der Satz: naja, das eine Mal, das nächste Mal lass ich es – ganz bestimmt und versprochen!

Die Kunst das Muster zu durchbrechen

In dieser Falle stecken wir ganz oft – wir reden es uns sozusagen schön. Die Kunst ist es dieses Muster zu durchbrechen und ein neues Muster zu integrieren. Mir hat damals ein Coach geholfen, der mit mir eine Methode angewandt hat, mit der ich mir zum einen das Muster bewusst gemacht habe und zum anderen nach Alternativen gesucht habe, die ich beim nächsten Mal anders machen kann. – ja, KANN nicht KÖNNTE! Was ist der Preis und was ist der Gewinn, wenn ich die Alternative anwende.

Es ist immer meine Entscheidung und meine Verantwortung!

Doch auch hier liegt es wieder nur an mir selbst – es ist meine Entscheidung und meine Verantwortung, ob ich es mache oder nicht. Kein anderer ist dafür verantwortlich. Also es ist meine Entscheidung, das Sofa (die Komfortzone) zu verlassen und es ist meine Entscheidung, die Chips nicht zu essen. Der Gewinn? Ein schöneres Leben – ein abwechslungsreicheres Leben – und das war es wert!